Freitag, 18. Dezember 2009
Ein schöner Tag
Mittwoch, 11. November 2009
Schweinegrippeimpfung
Türklinken werden nichtmehr angefasst, sondern mit Füßen aufgetreten. Fahrstuhlknöpfe betätigt man besser mit Stiften, auf deren Ende man später versehentlich herumkaut...
Ein seriöser und meiner Meinung nach kompetenter Link kann vielleicht helfen, sich eine Meinung zur Schweinegrippenimpfung jenseits der Pharmalobby zu bilden.
Sonntag, 3. Mai 2009
Von Schweinen und Menschen
In Deutschland scheinen die Menschen trotz einiger aufgetretener Fälle der Erkrankung ruhig zu bleiben. In Bochum allerdings sieht man in der U-Bahn vereinzelt feine ältere Damen, die sich ihr geblümtes Taschentüchlein vor Nase und Mund pressen und beunruhigt um sich blicken. Hat da gerade einer geniest?
Montag, 27. April 2009
Das gemeine Hausschwein...
Dienstag, 24. Februar 2009
Hilfe, ich werde diskriminiert!
Freitag, 13. Februar 2009
Zusatzqualifikationen
Unpässlichkeiten
Donnerstag, 12. Februar 2009
Miez, miez, miez
Nein, ich lausche nicht. Ich bin seit nunmehr drei Tagen unfreiwillig integrativer Bestandteil der Privatsphäre zweier Mittfünfziger. In einem Dreibettzimmer, in dem sich zwei mittelmäßig Schwerhörige unterhalten, liegt die größte Herausforderung eher in der Fähigkeit, wegzuhören. Da ich jedoch melodic metal im Ohr nur für wenige Stunden aushalte, komme ich während der Metal-Pausen in den Genuss des, ich nenne es mal geriatric screaming – eine Geräuschkulisse der besonderen Art. (Ich sehe schadenfrohe Gesichter vor den Blog-Bildschirmen.) Glücklich preisen kann ich mich dennoch aus zwei Gründen: Im USF-Bereich kann mich nach mehrjähriger Abhärtung auf dem Schwarzacker wahrlich nichts mehr schocken. Darüberhinaus bin ich die einzige Zimmerbewohnerin, die in der Lage ist, die Fernbedienung handzuhaben. Sie wird von der Nachbarin zunächst fälschlicherweise für mein Handy gehalten und deshalb auf meinem Nachttisch platziert. Erster schwerer Fehler. Beide Mitbewohnerinnen fühlen sich auch nach erfolgter Aufklärung nicht ausreichend kompetent, die gerade mal sechs Funktionstasten zu überschauen (power; lautlos; zwei Lautstärkeregler und zwei Kanalwahltasten). Eine Millisekunde kommt die Lehrerin in mir in Versuchung, ihrer Großelterngeneration die nicht einmal moderne Technik didaktisch nahezubringen. Doch dann werde ich mir meiner einmaligen Chance bewusst, mich als alleinige TV-Diktatorin zu behaupten, denn auch inhaltlich befinden sich die Fernsehgeschmäcker im Mikrokosmos von Zimmer Drei in einem brennenden Generationenkonflikt. Anfangs bin ich noch überzeugt, die Greisinnen unterhielten sich über ihre schweren Lebensschicksale (Krebs, Scheidungen, Herzleiden, Unfälle). Aber nein, bei längerem Nicht-Weghören erkenne ich Symptome schwer Lektüreschäden durch öffentlich-rechtlichen Serienkonsum. Am Abend wird nach dem 19:30 Schnulzenformat standardmäßig mit den Ehemännern telefoniert. Zutiefst betroffen analysieren die Partner miteinander den Serienfortgang. So schlimm, so dramatisch wie heute Abend sei es wirklich lange nicht gewesen, die arme Diana*, und die gemeine Barbara** (*/** Namen frei erfunden). Einer der Ehemänner holt zum Trost die Katze an den Apparat, woraufhin die Patientin laut zu schnurren und zu miauen anfängt. Eine großzügige Metal-Dosis verhindert psychische Schäden meinerseits. Erkenntnis: Selbstmedikation sichert im Krankenhaus das Überleben. Ich verabreiche vorläufig keine weiteren TV-Sendungen und verstecke die Fernbedienung in meiner Handy-Tasche.
Wer ist W. Lan?
Mittwoch, 19. November 2008
ARS der Regulierung
1) Ich gehe kurz auf die Regulierung meines Alkoholspiegels ein. "Ich trinke nicht. Das verträgt sich nicht mit meinen Medikamenten." Das ist einerseits wahr. Es gibt jedoch Ausnahmesituationen, in denen ich mit diesem Grundsatz zu brechen pflege, insbesondere bei Theologiestudierendenfeiern, wie der Nox communis, die vermutlich ohne Alkohol nicht auszuhalten wären. Ich habe es allerdings nie auf einen alkoholfreien Versuch ankommen lassen.
Seit diesem Jahr begleitet mich meine Alibiblondine C. zu solchen Feiern. Wir wollen zu spät kommen, um die vier Euro Eintritt zu sparen und verpassen die Bahn, weil M. die Küchenuhren immer heimlich vorstellt. Die verzögerte Abfahrt veranlasst uns zur Benutzung eines BILD-Zeitungsautomaten, die inzwischen an jeder guten Haltestelle aufgestellt sind. C. zahlt, ich muss sie tragen. Als wir ca. zweieinhalb Stunden verspätet ankommen, haben wir noch nichts wesentliches verpasst. C. erweist sich als überaus nützliche Begleiterin und entlockt innerhalb von Sekunden einem westdeutschen Pfarramtskandidaten Freibier für uns beide. Sie ist im Übrigen eine der wenigen in unseren Reihen, die ein Leben als Pfarrfrau für erstrebenswert hält. Die Alkoholspiegelregulierung erfolgte dann auf dem Heimweg, eine kalte Stunde im Morgengrauen des Buß- und Bettags.
2) Reibungsregulierung ist ein schändlich vernachlässigtes Thema im USF dieser Tage. Wenigstens Birgit Schrowange nimmt sich seiner an. Sorgenvoll wirft sie einen Blick in die Edelbordells Deutschlands, wendet sich dann mit aller Ernsthaftigkeit dem Zuschauer zu und betont mit Nachdruck, wie wichtig es sei, für einen reibungslosen Ablauf des Koitus zu sorgen. Unsere spontane "Stellungnahme" von der USF-Couch: "Bitte kein Koitus ohne Reibung" Unterirdisches Niveau an dieser Stelle möge man mir aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Regulierung des Alkoholspiegels verzeihen.
3) Zur Schmerzregulierung: Ich bekenne mich zu meinem Glauben an meine Selbstheilungskräfte. Seit einem Jahr tröpfle ich mir Bachblüten in den Mund, meine persönliche Mischung. White Chestnut verhindert Reizüberflutung; Elm lässt mich mehr Verantwortung übernehmen, Mimulus lehrt mich den Umgang mit irrationalen Ängsten, Chestnut Bud zerstört Lernblockaden und fördert die Konzentration, Oak macht mich gelassener gegenüber meinen Verpflichtungen und Sceleranthus wischt alle Zweifel weg. Bachblüten machen glücklich! Jetzt lese ich: Sassoferrato hat ein Bild gemalt, das Schmerzen lindert.
"Die Katholiken hatten während der Schmerzphase eine stärkere Aktivierung im rechten ventrolateralen präfrontalen Kortex, wenn sie dabei das Bild der Jungfrau Maria kontemplierten."
Da kann Bach mit seinen Blüten nicht mithalten. Mir steht offenbar ein Konfessionswechsel bevor.