Mittwoch, 16. Juli 2008
Nein, auf der anderen Schulter!
Ein Kommunenausflug zu Ehren des M., der anlässlich seines Geburtstages eine Essenseinladung für ein Restaurant seiner Wahl bekam. Natürlich geht man ins Steakhaus. Ein Teil der Kommune kommt, wie ausgemacht, in Abendgarderobe, die Elf in Jeans. Naja. Eine Bahnfahrt hin. Nichts Bemerkenswertes. Das Essen wird bestellt. Interessante Fakten werden ausgetauscht. Es scheint so, als gäbe es Frauen bei denen sich das Essen direkt auf die Brust schlägt. Aha. Man lernt nie aus. Das Essen kommt. Es schmeckt. Man kostet von fremden Tellern. Heiterkeit. Der Photoapparat hält Szenen einer Mahlzeit fest. Durchaus romantische Bilder. S. erzählt einen Witz. Ein Tier auf einer Schulter. Die Eiskarte wird gewünscht. Die Frauen bestellen Eisbecher, M. einen Teller Weinbergschnecken. Die Kellnerin zeigt sich entsetzt. Weinbergschnecken zum Nachtisch? Ja. Das Eis schmeckt billig und ist mit Sprühsahne garniert. M. zieht die Schnecken aus dem Gehäuse. L. und C. wollen auch probieren. Enttäuschend unschneckiger Geschmack. Der Ekeleffekt bleibt aus. Man zahlt. Die Stimmung stimmt. Am Bahnhof zeigt C. auf eine sehr klischeehafte Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund. E. weiß sich durch die Scheibe der Bahn geschützt und starrt diese ungeniert an. Das Interesse bleibt nicht unbemerkt. Ein Tumult entsteht. Sie rufen und machen Handzeichen. Man freut sich und macht mit. Zwei Haltestellen weiter. Umsteigen. Jemand sagt: “Die sitzen jetzt bestimmt in der Bahn, mit der wir weiterfahren”. E. sieht sie zuerst: “Sie sitzen ganz vorne, lasst uns hinten einsteigen”. Bis heute weiß niemand, was E. wirklich sah. Sie sitzen natürlich ganz hinten. Da, wo wir einsteigen. Man erkennt sich. Wiedersehen soll ja angeblich Freude machen. Eine laute und lustige Bahnfahrt. Breslauer Straße. Wir beschließen, den Abend bei einem Wein ausklingen zu lassen. Was folgt ist Sekt. Und eine bizarre Photoaktion. Kommunenpyramide. Warum nicht. Massagen. Zwanzig Minuten HIMYM. Die Nacht bricht herein. Bis morgen.
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1 Kommentar:
Ich bitte um Ergänzung, da mich mein Gedächtnis sicher in Hauptpunkten des Abends im Stich gelassen hat.
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