Freitag, 28. November 2008

Beim Zahnarzt

Irgendwie beschlich mich heute das Gefühl, dass mein Zahnarzt mich nicht einlädt, weil er, rein menschlich gesehen, so große Stücke auf mich hält, sondern nur meiner Zähne wegen. Ein bisschen enttäuscht bin ich darüber schon. Trotzdem habe ich ihm ein Zahninlett für sage und schreibe 500 Euro abgekauft, in der Hoffnung, wir könnten über die Zähne hinaus doch noch Freunde werden. Zumindest werde ich jetzt privatpatientenmäßig behandelt und habe innerhalb der nächsten zwei Wochen vier Termine bekommen. Das sind nun die einzigen Termine, die ich neben meinen Prüfungen wahrnehmen werde, quasi als Entspannung. Seit mein Zahnarzt seine Assistenzärztin gefeuert hat, fühle ich mich als Patient auch wieder ernst genommen. Fr. K. schob zwischen den einzelnen Teilen der Behandlung regelmäßig Werbeblöcke ein, so dass man das Gefühl hatte, auf einer Tupperparty für Zahnpflege- und -ersatzprodukte gelandet zu sein. Ihre Verkaufsstrategie bestand weiterhin darin, den Patienten Mäuschen zu nennen und ihm während der Behandlung ständig im Gesicht herumzustreicheln. Und nun bekomme ich ganz ohne Werbung dieses günstige Stück Backenzahn. Mein Vater schenkt es mir zu Weihnachten (Ich möchte mich an dieser Stelle ganz offiziell dafür bedanken!). Ich sehe uns schon unterm Christbaum sitzen, alle packen ihre Geschenke aus und ich halte einen kleinen Handspiegel in der Hand und bewundere meinen schönen Zahn. Frohe Weihnachten!

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