Es ist Montag Vormittag. Wir waren heute schon erfolgreich, denn immerhin nur um die Verspätnung des akademischen Viertels schafften wir es fast pünktlich in die Bibliothek. Zum Leidwesen unseres neuen Zwischenmieters, der verständlicherweise sehr gern ein gemeinsames Frühstück mit uns eingenommen hätte, als wir schon fast in der Tram saßen. Frühstück gab es dann doch, in der allseits beliebten GWZ-Cafeteria.
Ja, manche gehen in die UB, weil sie dort weniger Leute treffen, als in der Theologie. Andere gehen in die DB, weil dort alle so arbeitsam sind und das außerdem viel näher am heimatlichen Schwarzacker ist. Ich persönlich gehe in die UB, weil ich romanistische Zweitliteratur hier finde und außerdem immer jemanden treffen kann, der mich aus meiner motivierten Arbeitsphase herausholt, um eine Pause zu machen. Selbst Monatg 8h30 kann sowas vorkommen.
Wenn sich über einen Zeitraum von mehr als einer Stunde eine solche Gelegenheit nicht bietet, kann man immernoch im wunderschönen Betongebäude des Leipziger Zentrums der Geisteswissenschaften nachsehen, wann bestimmte Sprechzeiten diverser Dozenten ausfallen oder verschoben werden, um sich am Ende doch noch rechtzeitig in die begehrte Prüferliste einzuschreiben. Oder: Man setzt sich an einen um diese Zeit noch wenig begehrten Albertina-Computer und gleitet quer durch's Internet, um festzustellen, dass innerhalb der letzten zwei Stunden offensichtlich niemand eine E-Mail schreiben wollte und auch sonst keine Neuigkeiten zu finden sind. Tja und schließlich landet man hier, um nach Ewigkeiten mal wieder einen Blogeintrag über mehr oder weniger sinnlose Überlegungen zu schreiben. Ich weiß aber, dass das niemand übel nehmen wird. Selbst in dem fachdidaktischen Text, den ich, falls jemand fragt, in Wirklichkeit gerade lese, steht geschrieben, dass Wiederholung das A und O ist. Zunächst natürlich beim Sprachenlernen, aber ich denke, wir können das auch auf zwischenmenschliche Beziehungen beziehen, wozu auf dem Schwarzacker nicht zuletzt das regelmäßige Bloggen gehört: über Gedankengänge und Alltäglichkeiten, die erneut zu nichts führen. Und dabei könnte ich so viel Neues berichten...
Montag, 17. November 2008
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2 Kommentare:
Was gibt es denn Neues?
Ja, was sind die Neuigkeiten?
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