... habe ich nie behauptet, aber spirituelle Erfahrungen zum Beispiel mit Glühwein würde ich nicht leugnen. Fromme Männer, die einem nachstellen, wird man sehr schnell los, wenn man zum Beispiel unvermittelt fragt, warum es neben Vatergott nicht auch Muttergott geben kann. Ist doch gar nicht schlimm, oder? Ich habe das Experiment gemacht. Die Frage war zugegeben, nicht ganz ernst gemeint, da ich davon überzeugt bin, dass zwei von der Sorte "Gott" auch nicht besser wären als einer, aber man kann ja mal laut denken und sehen, was passiert:
Der Fromme macht nach eigenen Angaben seit zwanzig Jahren die Erfahrung, dass das was in der Bibel steht absolut und komplett wahr ist, so wie es dasteht. Er meint, ich müsse nur mein Gehirn einschalten, dann könne ich es klar erkennen. Ich vermute eine unterschiedliche Bauweise unserer Gehirne, auch wenn ich mich der Komplexität der Hirnforschung nur zögerlich nähere - ist ja schließlich eine Männerdomäne.
Was sollen wir nun hierzu sagen? Es gibt keine Pointe, keinen gemeinsamen Nenner, keine Basis, keinen Anknüpfungspunkt - nur nacktes In-die-Welt-geworfen-sein, frieren, jammern, suchen, finden, verlieren, drehen, drehen, verweilen im freudvollen Nichts. "Der Mensch verträgt nur wenig Wirklichkeit." würde Peter wiederholt Thomas Eliot zitieren. Ich vertrage noch weniger Glühwein.
Montag, 1. Dezember 2008
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1 Kommentar:
Aber Pfarrer Gr. aus dem Stadtteil St. in L. hat gesagt, dass man unter Alkoholeinfluss keine spirituellen Erfahrungen hat. Ich musste ein bisschen lachen...
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