Samstag, 7. Februar 2009

Frühstücksprotokoll

Wir haben beschlossen heute erstmals live zu bloggen. Situation: Frühstück, Samstag, 9 Uhr in der 5. Anwesend: Die 5er-WG, S. (von den Nachbarn) und Sa. (von außerhalb). Sa. gibt an, unser Blog noch nie gelesen zu haben, trotzdem darf er jetzt live mitschreiben. Gerade streiten alle darüber, was man schreiben sollte: S. reißt mal wieder die Discounterdebatte an, da ihr Nutella aus dem Discounter stammt, L. stellt fest, dass von 7 Brotaufstrichen immerhin 3 bio sind. Sa. schlägt vor, ich solle die einzelnen Kommentare aufschreiben, aber die waren bis jetzt zu belanglos. Eben läuft die Debatte: Sollte Butter unter den Belag auf das Brötchen oder nicht? Wo ist der Fisch? Wollt ihr nicht Krebse züchten? Willst du noch mehr Wasser, mei Guter? D. lacht sich gerade tot darüber, dass er ein Buch gelesen hat, in dem eine Frau Stasi heißt. Er wundert sich, dass wir das nicht sooooooo lustig finden und meint, der Schwarzacker müsse noch an seinem Humor arbeiten. L. definiert Humor. Eine Diskussion über Humor kommt auf. D. erzählt einen Witz, den er zuerst nicht verstanden hat: "Jedensfalls, also, ähm, sitzen ein Mann und seine Frau sitzen am Abendbrottisch. Sacht die Frau zu ihrem Mann: "Wir hatten seit 3 Wochen keinen Sex." Sacht der Mann: "Du."" Niemand lacht. Sa. versteht den Witz auch nicht gleich. Heute abend wollen die meisten ins Theater gehen. Informatiker mögen kein Theater. Heidegger wird erklärt. Existenz. Sein und Zeit. Leipzig stark bewölkt, sagt der Radiosprecher. In Stötteritz ist das nicht so. Da Sein Zeit ist, ist es jetzt schon wieder viertel elf. Zeit hat keinen Sinn an sich. Da Zeit Sein ist, hat Sein auch keinen Sinn. Allerdings hat die Frage nach dem Sinn des Seins auch keinen Sinn. Mit diesen doch recht optimistischen Worten brechen wir erfrischt ins Wochenende auf.

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