Der Schwarzacker ist inzwischen geradezu entvölkert. Sogar der Traditionsbäcker hat lautlos seine Zelte abgebrochen (siehe Foto rechts). So bleibt mir nichts anderes übrig, als in der Mottenkiste meiner Erinnerungen nach einem zeitlosen Thema zu suchen:
Damals debattierten wir abendfüllend über die feministische Absurdität von Doppelnamen. Besonders ausdrucksstarke Kombinationen wurden kreiert, Namen von bekannten und fiktiven Personen kombiniert. Doppelnamen erfahren eine eigenartige Häufung in der Politik. Man denke nur an Däubler-Gmelin, Göring-Eckardt, Wieczorek-Zeul, Leutheusser-Schnarrenberger, Koch-Mehrin, Schröder-Köpf oder kleinere Lichterinnen wie Lösekrug-Möller, Dinges-Dierig, Dunger-Löper, Schnieber-Jastram, Junge-Reyer und so weiter. Nicht, dass ich die alle kenne.
Ich persönlich habe ein einfaches Kriterium festgelegt, für den Fall, dass ich mich im Laufe meines Lebens zu einer Eheschließung überreden lassen sollte: Für mich kommt ein Doppelname nur dann infrage, wenn er eine ausdrucksstarke Anagrammbildung zulässt. Zurzeit liebäugle ich ja mit einem Namenswechsel. Dann würde ich zwar hier auf dem Blog mein Pseudonym ändern müssen, aber mit dem Anagramm „Naja ehrlich Oma“ könnte ich gut leben. Ob ich es vorziehe, dass mir endlich mal „Joachim real nah“ kommt oder doch lieber „Majorca heil nah“ habe ich noch nicht letztgültig entschieden. Ich könnte den “Leichnam: J. O’Hara“ um Rat fragen.
Um in diesem Artikel auch den geneigten Lesern noch einen kleinen Anknüpfungspunkt zu bieten: Den „Schwarzackerblog“ halte ich für wenig heiratsfähig: Sein „Zwerchsack log bar“ während sein „Zweck arglos brach.“ Da ist nichts mehr zu machen.
Schönes Wochenende bei: anagramme.spieleck.de
Samstag, 10. Oktober 2009
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