Mittwoch, 23. Juli 2008

Lernzeit

Ich glaube, was bei uns allen einen bleibenden Lektüreschaden hinterlässt, ist die Universität. Insbesondere die geisteswissenschaftlichen Fächer forcieren diesen Woche für Woche. Das wird jeder bestätigen, der mal versucht hat, sich mit einem langzeitstudierenden Philologen zu unterhalten. Nahezu unmöglich. In unserer Kommune hat vor einiger Zeit die Vorbereitung auf unsere Abschlussprüfungen begonnen. Der Schaden, der durch diesen gehäuften Informationsaufbau entsteht, ist enorm. Während E. ausschließlich auf Griechisch konversiert und S. versucht, das eben gelernte Modell der Lernmotivation auf uns anzuwenden, kommt M. nach geschriebener Prüfung, für die er natürlich nicht gelernt hat, zufrieden nach Hause. Falls es noch nicht erwähnt wurde, M. ist Sportstudent. D., der Informatiker ist schon fertig mit lernen und in den Urlaub gefahren. L., die angehende Psychologin, lernt scheinbar zielstrebig. Sie sitzt hinter verschlossener Tür und spricht wenig über ihr Lernpensum, außer, wenn es darum geht, dass sie eigentlich schon alles gelernt hat, was sie für die Klausur in zwei Wochen braucht. Und ich sitze da und habe ein schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich auch lernen müsste. Stattdessen schreibe ich Blogeinträge...

1 Kommentar:

Waldfee hat gesagt…

also ich muss da mal was klar stellen: ich bin bei weitem noch nicht fertig mit lernen! das hat sich nur auf ein fachgebiet bezogen und mein zeitplan konnte es nicht anders takten. also nicht, dass hier jemand ein schiefes bild von mir bekommt ;)