Schon in mehreren vergangenen Posts wurde ein auf dem Schwarzacker ein der Wikipediawelt nicht geläufiges Akronym benutzt: USF. Ein kleines aber schwerwiegendes Detail unserer Lagebeschreibung liegt darin verborgen. Es wird Zeit für eine Auflösung, damit auch die letzte von ferne stirnrunzelnde Leserin im Bilde darüber ist, auf welch bizarre Weise wir uns zu bilden pflegen. Der tiefstgreifende Lektüreschaden des Schwarzackers wurde nämlich beileibe nicht von Idylle propagierenden Serien ausgelöst. Ebensowenig können mehrjährige LVZ-Abonnements dafür verantwortlich sein. Ja, nichteinmal die Treppenhausaushänge des minderalphabetisierten Hausmeisters vermögen, ein menschliches Wesen vergleichbar nachhaltig zu prägen.
Es war das Unterschichtfernsehen!
„DSDS“ und „Popstars“, „Bauer sucht Frau“ und „Schwiegertochter gesucht“, „Supermodel“ und „Das Model und der Freak“, „Bachelor“ und „Outback-Jack“ - sie alle haben über Monate, nunmehr Jahre unser Bildschirm-Curriculum dominiert, haben Schlaf-, Essens- und Lernzeiten durchbrochen. Endlich hatten wir Vorbilder für den zwischenmenschlichen Umgang gefunden. Danke, Dieter! Praxisnahe Orientierung erhielten wir von Vera, hinsichtlich der Verinnerlichung und des Umsetzens gendergerechter Rollenbilder. Und schließlich sind wir Heidi für die Korrektur unserer Schönheitsideale auf ewig dankbar. Fernsehen bildet ohne Schweißvergießen. Fernsehen macht glücklich!
Sonntag, 20. Juli 2008
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1 Kommentar:
Was ist "Outback-Jack"? Solltet ihr das ohne mich geguckt haben? Und wer ist Vera? Ich sehe schon, ich habe schwerwiegende Bildungslücken...
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