Mittwoch, 24. September 2008

Erstes abstraktes Aquarell

Eigentlich sollte ich erleichtert sein. Heute hatte ich die letzte schriftliche Examensprüfung in diesem Jahr. Kunsttheorie. Es lief ganz gut, nicht übermäßig toll, aber doch so, dass man sich guten Gewissens einen freien Tag gönnen konnte. Einzig, dass die Frau vom Regionalschulamt meine Oblatenschachtel konfiszieren wollte, weil sie dachte, es wäre eine Art Chemiebaukasten für Kunststudenten, war außergewöhnlich. Doch nun, einige Stunden später, befinde ich mich in einem Zustand der Unsicherheit. Ich frage mich, ob ich vielleicht einfach sagenhaft dumm bin. Was nun ist passiert? Der zweite Teil der Prüfung bestand aus einer Bildanalyse und -interpretation. Vorgelegt wurde ein abstraktes Bild, an und für sich nicht außergewöhnlich. Außergewöhnlich war das, was ich daraus machte. Ich habe das Bild verkehrtherum, also auf dem Kopf stehend, analysiert. Soll passieren. Vor allem angehenden Kunstlehrern im Staatsexamen. Naja, mein Leben ist wieder um eine Pointe reicher, zwar auf Kosten meines Prüfungsergebnisses, aber man muss wohl Opfer bringen. Meine Kommune hat wohl recht, wenn sie sagt, dass aus mir nichts wird...

1 Kommentar:

stef hat gesagt…

Macht nichts, andere vergessen den Namen der Hauptperson des Filmes, den sie analysieren sollen und verstehen die auf französisch gestellte Frage nicht, nach 10 Semestern Französischstudium, davon zwei in Frankrecih selbst. Die einzige Ausrede: ich hatte kein Wörterbuch und selbst das ist eine sehr magere Ausrede. Wir werden's wohl beide zu nichts bringen...