Ich bin im Zwiespalt. Mein gestriges Tanz-Blinddate verlief nach meinem Gefühl zunächst ohne größere Peinlichkeiten. Er hat geredet und geredet und geredet und meinen Kaffee bezahlt. Gut, solange ich nicht zu Wort komme, kann ich auch nicht so viel Sch... erzählen.
Als es jedoch an die Terminabsprache ging, formulierte ich (inzwischen aus der Übung) doch einen Satz, in dem mir (ausgerechnet) ein schlecht durchdachtes Wortungetüm entwischte.
Er, gebildet, erfolgreich, eloquent, bemerkte sofort: Das war ein "doppelt Gemoppeltes". Ein "redundant Kombiniertes", ein "Spontan-Pleonasmus". Ich war peinlich berührt und starrte ins Leere hinter seiner linken Schulter. Er wiederholte andächtig das Gesagte und stellte dessen Unzulänglichkeit noch einmal genussvoll fest. Ein Manager eben, der sich damit auskennt: "Managen" und "organisieren" drücken das Gleiche aus. Warum also beide in ein Wort packen? Welche meiner Synapsen hat da versagt? Und, wie wichtig sind Synapsen beim Tangotanzen, wenn ich mich da sowieso unterordnen soll? "Die Frau schweige..."
Heute Morgen hatte ich dann eine Standard-E-Mail seiner Sekretärin im Postfach, die mir "schlussendlich" mitteilte, eine "Mitbeteiligung" meinerseits sei aufgrund des Mangels "fundamentaler Grundkenntnisse" "scheinbar unwahrscheinlich".
Freitag, 19. September 2008
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1 Kommentar:
ich glaub's nicht. Hast du etwa mit dem Prof. Tango getanzt oder bringe ich jetzt was durcheinander....?
Was ist eigentlich ein "Spontan-Pleonasmus"????
Wir müssen reden...
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