Freitag, 31. Oktober 2008

Ein Gedicht: Das Ende eines Blogs?

Was nur, was für eine Welt,
Niemand hat mehr Zeit fürs Schreiben,
Ach, ein Zustand, der missfällt,
Na, dann lassen wir`s halt bleiben.

L werkt fleißig in der Küchen,
S sitzt in ihrm Kämmerlein,
D, der muss die Wohnung wüschen,
M ist wiedermal daheim.

E sucht fern nach einem Wunder,
A muss kleine Türken lehren,
Leben hier war schonmal bunter,
Aufruf: Lasst uns ummekehren!

Lasst uns wieder Texte dichten,
Lasst uns haben große Freud,
Lasst uns wandern unter Fichten,
Also wie in alter Zeut.

Walle, walle manche Strecke,
Dass zum Zwecke Wasser fließe,
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

5 Kommentare:

stef hat gesagt…

Es ist ein wirklich ergreifendes Gedicht, so voller Realität! FInde zwar die letzte Strophe gar nicht so passend, aber was tut man nicht alles für noch mehr Intertextualität!

frauscharff hat gesagt…

Hast du mit Absicht ein gestabreimtes LSD-Meal komponiert - etwa unter Drogeneinfluss?

R-E-S-P-E-C-T

Pusteblume hat gesagt…

Auch ich bin gerührt, und noch dazu wieder einmal vom Talent meiner Schwester beeindruckt. Félicitations.

Anonym hat gesagt…

Das ist das zweitbeste Gedicht, das ich je in meinem Leben lesen durfte.

Anonym hat gesagt…

Aber ja doch, lieber Johann Wolfgang, das finde ich aber auch! Wenn nicht das beste Gedicht!