Wir erleben zur Zeit den wohl gestresstestesten Adventsschwarzacker aller Zeiten. Statt lustiger CD-Aufnahmen, gemütlicher Glühweinzusammenkünfte oder gemeinsamem Plätzchenbacken vertiefen wir uns in Bücher über das französische Schulsystem, Kohelet und die italienische Malerei des Manierismus. E. musste sogar ihre Erleuchtung für eine gewisse Zeit auf Eis legen, da diese sich nicht mit ihren Prüfungsvorbereitungen verträgt, wie sie mir heute morgen in der Straßenbahn berichtete. D. schwitzt über seiner Diplomarbeit und versucht in seiner freien Zeit, vermeintliche Viren von meinem Rechner zu entfernen. Aber wenigstens nimmt er sich jeden Tag einen Augenblick, um über die LVZ-Witze zu lachen. Ich würde mich freuen, endlich mal wieder meine Univeranstaltungen besuchen zu können, rein zur Entspannung (wer hätte das gedacht). An Geschenke gar nicht zu denken. Oder mal ein Besuch der adventlichen Heimat. Einzig L. steht in der Küche und bäckt mit einer eigenartigen Substanz, die sich Hirschhornsalz nennt und einen wahnsinnigen Gestank nach Gülle über die ganze Wohnung verbreitet. Es erinnert mich irgendwie an den Geruch, der damals entstand, als ich mir versuchte meine Haare zu bleichen. Ein Geruch von Jugend, Erinnerung an vergangene Zeiten... (obwohl, es roch immerhin nach Gülle..., hm).Wir tranken Glühwein, feierten, stachen Plätzchen aus...
PS: S., du hast deine Handschuhe hier liegenlassen.
Mittwoch, 3. Dezember 2008
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1 Kommentar:
Wie wünschte ich mir, einen der geselligeren Advente hier auf dem Schwarzacker erlebt zu haben..., aber bedenke, der Güllegestank ist vergangen, die Freude an den Plätzchen aber wehrer ewig,
P.S., ich versteh nicht, warum außer mir keine über die LVZ-Witze lachen kann...
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