Mittwoch, 21. Januar 2009

Neujahrsentrümpelung

Die Frauen auf dem Schwarzacker haben Platz geschafft. Säckeweise alte, größtenteils unförmige, ausgewaschene oder einfach hässliche Kleidungsstücke wurden gepackt und in Kleidercontainern verstaut. Jetzt wäre Platz für neue Sachen. Es ist zum Glück auch Winterschlussverkauf, aber da man gerade das Geld fürs nächste Semester überweisen musste, wird der Einkaufsgedanke schnell wieder beiseite geschoben. Das ist aber alles nicht so schlimm, denn man kann ja noch die alten Sachen der anderen durchsuchen, bevor diese weggegeben werden. So passiert es dann, dass man auf einmal wieder einen gefüllten Schrank hat, zwar mit Sachen, denen man in einem Laden keinen Blick widmen würde, aber sie haben ja nichts gekostet, und vielleicht zieht man sie ja doch mal an. Während E. nun meine alten Hosen aufträgt, habe ich von ihr z.B. ein T-Shirt mit dem (zum Glück nicht erkennbaren) Konterfei eines Fußballgroßmeisters bekommen. Es ist grellgrün mit rotem Aufdruck und hat mich aus unerfindlichen Gründen angesprochen. Von L. hab ich schon vor längerer Zeit ein im wahrsten Sinne des Wortes arschkurzes Kleid mit Rosenmuster zurückbehalten. Es ist eigentlich recht unschön und unbrauchbar. Aber eventuell... Interessant ist, dass die Klamotten, die man aus dem “Müll” der anderen aussucht, sich beim nächsten Ausrümpeln meist wieder auf dem Haufen des Untragbaren wiederfinden. Natürlich hat man sie nie getragen. Warum auch, wo sie doch unförmig, ausgewaschen und hässlich sind. Auf Es. Kleid in Schlangenoptik haben wir dann doch alle verzichtet. Vielleicht sieht man es in nächster Zeit mal an einem Leipziger Mitbürger.

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