Mittwoch, 15. Oktober 2008

Bockwurst im Flur

Das Dilemma mit den Ms, eine heikle Sache, in der Tat. Ein Problem unserer Generation vielleicht sogar. Aber nur ein kleines von vielen. Denn wie uns allen im Prinzip bewusst ist, erwachsen uns Probleme, die Generationen vor uns nicht kannten. Wir stellen uns Fragen, die sich unsere Eltern wahrscheinlich nie zu stellen gewagt hätten. Denken wir zumindest, sonst würden wir uns heute für sie schämen. Und manchmal wissen wir aufgrund mangelnder Erfahrung nicht einmal, ob es sich tatsächlich um ein Problem handelt.
So ist es zum Bsp. mit der erst kürzlich auf dem Schwarzacker diskutierten Frage der "Bockwurst im Flur". Mir ist entfallen, wer dieses glorreiche Zitat prägte, aber es war ein erfahrener Mann, ein Kenner der Frauen und ihrer anatomischen Spezifika in verschiedenen Phasen des Lebens. Was also, wenn er recht hätte? Welche Konsequenzen hätte das für uns? Sollte man darüber in einem Blogeintrag schreiben? Ich zweifle, aber wen soll man fragen? Welche stolzen und glücklichen Eltern würden uns ehrliche Auskunft über die Qualität des nachgeburtlichen Sex geben? Während ich mich also noch sträube, detaillierter auf das Thema einzugehen, komme ich insgeheim zu dem Schluss, dass wir davon wahrscheinlich nicht die Entscheidung für oder gegen Kinder abhängig machen würden und sollten. Und ist nicht überhaupt jede Frau auch anders? Und liegt es nicht letzten Endes sowieso immer daran, was der Mann daraus macht?
Warum also schlafende Hunde wecken? Vielleicht ist es besser, nicht zu viel zu wissen und es zu riskieren. Und wer weiß, vielleicht werden wir ja positiv überrascht. Und wenn nicht?

2 Kommentare:

Luftwurm hat gesagt…

Und wenn wir es wissen, werden wir sicher nicht ehrlich miteinander darüber sprechen aus Angst, den anderen könnte es besser ergehen.

frauscharff hat gesagt…

Merksatz: Es liegt immer am Mann!